Feistritz/Drau - Feffernitz Kreuzen - Rubland - Pöllan
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1. Adventsonntag

EVANGELIUM

Mk 13, 33-37


Seid wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt

+ Aus dem heiligen Evangelium nach Markus:
 

In jener Zeit, sprach Jesus zu seinen Jüngern:

33Seht euch also vor, und bleibt wach! Denn ihr wisst nicht, wann die Zeit da ist.

34Es ist wie mit einem Mann, der sein Haus verließ, um auf Reisen zu gehen: Er übertrug alle Verantwortung seinen Dienern, jedem eine bestimmte Aufgabe; dem Türhüter befahl er, wachsam zu sein.

35Seid also wachsam! Denn ihr wisst nicht, wann der Hausherr kommt, ob am Abend oder um Mitternacht, ob beim Hahnenschrei oder erst am Morgen.

36Er soll euch, wenn er plötzlich kommt, nicht schlafend antreffen.

37Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Seid wachsam!


Mit dem heutigen Sonntag beginnt der Advent und ein neues Kirchenjahr. Ein für manche Menschen harmloses jedoch für andere Menschen tödliches Virus hindert uns daran gemeinsam zu feiern. Wir hoffen, dass es nicht mehr allzu lange dauert, bis wir wieder die Hl. Messe zusammen feiern können, aber auch bis dahin sind wir nicht allein gelassen.

 

In der ersten Lesung (Jes 64,3) heißt es: "Es gibt keinen Gott außer dir, der denen Gutes tut, die auf ihn hoffen".
In jeder noch so schlimmen Situation unseres Lebens steht Gott an unserer Seite. 

 

In normalen Zeiten beginnt jedes neue Kalenderjahr mit lautem Krachen, mit Lichtern und Feuerwerk, mit Sekt und Tanz, mit Freude und Jubel, ganz gleich, ob es für diesen Jubel einen Anlass gibt oder nicht.
 

Das Kirchenjahr hingegen beginnt immer  - zumindest in der Kirche und in der Gemeinschaft der Glaubenden -  in Stille mit einer einzigen Kerze, die auf dem Adventkranz brennt. Diese 4 Wochen sind ein besinnlicher Weg bis hin zum Geburtsfest unseres Erlösers, an dem in stiller Freude die Lichter hell erstrahlen.
 

"Seid wachsam" ruft uns Jesus zu. Das gilt nicht nur für die Zeit des Advent, das gilt für das ganze Leben. Keiner und keine kennt den Zeitpunkt, wann wir Jesus begegnen.

Was bedeutet es, wachsam zu sein?

  • es bedeutet den Augenblick, das Hier und Jetzt, bewusst zu leben
  • die Liebe der Menschen, die um mich sind, zu erspüren
  • ein wohlwollendes Wort für den Menschen neben mir
  • mit Dankbarkeit auf das zu schauen, was ist
  • in keiner noch so schlimmen Situation, die Hoffnung aufzugeben
  • immer und jederzeit sich der Gegenwart Jesu bewusst sein, ich bin nicht allein, er ist an meiner Seite
  • darauf zu Vertrauen, dass ich auch in materieller Not, in Trauer, in Krankheit und Schmerzen und letztendlich im Tod aufgefangen bin in Gottes Hand
  • Noch einmal Jes 64,3 :   Gott tut allen Gutes, die auf ihn hoffen!
     

 

Wir, Pfr. Maciej Witek und Diakon Peter Korl, wünschen allen, wie gross die Sorgen und die  Not auch sein möge, Hoffnung und Vertrauen sowie eine ruhige und gesegnete Adventzeit und grüssen Euch mit dem Gruss des Apostels Paulus aus der heutigen 2. Lesung:

Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus!